Work-based Learning: Berufliche Kompetenz in Europa und der Welt

Forenverantwortliche: Isabelle Le Mouillour / (Hans-Gerhard Reh)

Das Konzept des Work-based Learning hat in den letzten Jahren verstärkt Einzug in die Berufsbildungspolitik gehalten. Internationale oder europäische Organisationen erkennen die Notwendigkeit der Berücksichtigung und Gestaltung des Lernens im Arbeitsprozess für die Berufsbildung an. Ausgangspunkt dieser Entwicklung ist die Feststellung, dass die Länder, die über duale Strukturen in der beruflichen Bildung verfügen, besonders erfolgreich bei der Gestaltung des Übergangs von der Schule in die Arbeitswelt und der Integration Heranwachsender in den Arbeitsmarkt sind. Gleichzeitig kann festgehalten werden, dass in einer Vielzahl von Berufsbildungssystemen die beruflichen Schulen – neben der Vermittlung von Fach- und Methodenkompetenzen – zunehmend eine koordinierende Rolle bei der Gestaltung des betrieblichen Lernens einnehmen. Work-based Learning hat sich zudem methodisch und institutionell im Bereich berufsqualifizierender Aus- und Weiterbildungsangebote auf höhere Qualifikationsniveaus weiterentwickelt.

Das Forum zielt darauf ab, die verschiedenen Modelle von Work-based Learning mit Blick auf den Erwerb beruflicher Kompetenzen aus der Perspektive der ausbildenden Unternehmen und der beruflichen Schulen national und international zu diskutieren. Grundlage der Diskussionen sind nationale und internationale Forschungsergebnisse und Praxisbeispiele. Mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern sollen durch die Betrachtung von Gemeinsamkeiten und Unterschieden zwischen den Modellen die Faktoren diskutiert werden, die den Kompetenzerwerb im Rahmen von Work-based Learning fördern.

Themenblock 1: Vielfalt des Work-based Learning

Einführung und Moderation

Birgit Thomann, Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)

Integration betrieblichen Lernens in berufliche Bildung in Europa: Modelle, Funktionen und Zielsetzungen

Antonio Ranieri, Europäisches Zentrum für die Förderung der Berufsbildung (Cedefop)

Work-based Learning in hochschulischen Studiengängen (im internationalen Kontext)?

Prof. David Boud, Technische Universität, Sydney

Auf dem Weg zu einem Referenz-Modell?

Thomas Mayr, Österreichisches Institut für Bildungsforschung der Wirtschaft (ibw Österreich)

Themenblock 2: Bedeutung von beruflicher Kompetenz im Kontext des Work-based Learning

Einführung und Moderation

Isabelle Le Mouillour, Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)


Betrieb als Kontext für das Lernen von Berufseinsteigern

Dr. Philipp Grollmann, Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)
Prof. Pilar Pineda-Herrero, Universität Barcelona, Spanien

Birgit Thomann

 © BIBB

Birgit Thomann, leitet die Abteilung Berufsbildung International im BIBB. Sie war mehrere Jahre im Rahmen der internationalen Berufsbildungszusammenarbeit im Ausland sowie in der Qualifizierung von Bildungspersonal mit digitalen Medien tätig. In den Jahren 2007 – 2009 leitete sie ein Vorhaben der deutschen Bundesregierung zur Reform der beruflichen Bildung im westlichen Balkan. Frau Thomann ist Mitglied im Fachausschuss Bildung der Deutschen UNESCO-Kommission.

Thomas Mayr

 © Klemens Horvath

Thomas Mayr ist Geschäftsführer von ibw Austria, ein der Wirtschaftskammer Österreich und der Industriellenvereinigung nahestehendes Forschungs- und Entwicklungsinstitut. Das ibw erstellt Studien und entwickelt Produkte und Dienstleistungen für eine Vielzahl von primär öffentlichen Auftraggebern. Den Arbeiten des ibw kommt eine zentrale Rolle bei der Gestaltung der dualen Berufsbildung zu. Zu weiteren thematischen Schwerpunkten von Thomas Mayr auf nationaler und auf europäischer Ebene zählen Lebenslanges Lernen und die Entwicklung von Qualifikationsrahmen.

Thomas Mayr ist Absolvent der Wirtschaftsuniversität Wien und des College of Europe in Brügge.

Kontakt
ibw Austria - Institut für Bildungsforschung der Wirtschaft
Rainergasse 38, 1050 Wien
+43 1 54516710
mayr@ibw.at

Dr. Philipp Grollmann

Dr. Philipp Grollmann ist Mitarbeiter im Arbeitsbereich 3.1 des Bundesinstituts für Berufsbildung. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Vergleichende Berufsbildungsforschung, Rekrutierung und betriebliche Einarbeitung und Personal in der Berufsbildung.