Forum VI

Gesundheit und Pflege: Perspektiven für die berufliche Bildung

Mit dem Pflegeberufegesetz wird eine neue generalistische Pflegeausbildung eingeführt. Sie ermöglicht, nach der Ausbildung in allen Versorgungsbereichen zu arbeiten – in der Krankenpflege, Kinderkrankenpflege oder Altenpflege. Die neuen Ausbildungsgänge starten im Jahr 2020. Zu Beginn des Forums wird nach einem Impulsvortrag zur Zukunft der Pflege und der damit wachsenden Bedeutung dieses Beschäftigungsfeldes der Stand der Umsetzung der neuen Pflegeausbildung vorgestellt und mit konkreten Praxisbeispielen unterlegt.

Auch die Gesundheitsberufe unterliegen einem starken Wandel und gewinnen zunehmend an Bedeutung. Der Einfluss digitaler Technologien auf organisationale Prozesse und die Interaktion von Fachkräften mit Kunden nimmt auch in diesem Berufsfeld zu. Ausgehend von einem einführenden Vortrag zu Weiterbildungsansätzen in diesem Beschäftigungsfeld werden am zweiten Tag ausgewählte Praxisbeispiele zur Digitalisierung in Gesundheitsberufen vorgestellt. Abgerundet wird das Forum durch eine Podiumsdiskussion, in der aktuelle und künftige Herausforderungen und Perspektiven für die berufliche Bildung im Gesundheits- und Pflegebereich diskutiert werden.

 

07.06.2018 Themenblock 1:
Die neue Pflegeausbildung

14:45 Uhr Einführung und Moderation
Gunther Spillner, Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)
15:00 Uhr Impulsvortrag: Zukunft der Pflege
Dr. Tobias Viering, Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)
15:45 Uhr Die neue Pflegeausbildung – Stand der Umsetzung aus bildungspolitischer Sicht
Claudia Böcker, Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)
16:30 Uhr Pause
17:00 Uhr Umsetzungsbeispiele zur neuen Pflegeausbildung
N.N.
17:45 Uhr Erasmus+-Projekt: HC-EU (HealthCareEurope)
Prof. Dr. Barbara Knigge-Demal, Diakonisches Werk Gladbeck-Dorsten-Bottrop
Claudia Ball, Dekra Akademie GmbH
18:30 Uhr Ende des Forums


08.06.2018 Themenblock 2:

Umsetzungsbeispiele in der Aus- und Weiterbildung

08:30 Uhr Einführung und Moderation
Kurzfilm aus Praxisprojekten (EPICSAVE)
Barbara Hemkes, Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)
08:45 Uhr Bildungswissenschaftliche Grundlegung einer zeitgemäßen Weiterbildungskultur in Einrichtungen der regionalen Altenhilfe
Prof. Dr. Ulrike Buchmann, Universität Siegen
09:15 Uhr Duale Studiengänge im Bereich Pflege/Gesundheit
Prof. Dr. Änne-Dörte Latteck, Fachhochschule Bielefeld
09:45 Uhr Digitalisierung im Gesundheitshandwerk
Claudia Böcker, Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)
10:15 Uhr Pause
10:30 Uhr Digitale Medien in Gesundheitsberufen – ausgewählte Praxisbeispiele
Prof. Dr. Jonas Schild, Hochschule Bonn/Rhein-Sieg
Florian Behringer, Charité – Universitätsmedizin Berlin
11:15 Uhr Abschlussdiskussion:
Gesundheit und Pflege – Herausforderungen und Perspektiven für die berufliche Bildung
Prof. Dr. Ulrike Buchmann, Universität Siegen
Dr. Monika Hackel, Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)
Birgit Ratz, Caritasverband für die Stadt Bonn
N.N., Bundesministerium für Gesundheit (BMG)

Moderation: Barbara Hemkes, Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)

12:15 Uhr Ende des Forums

Prof. Dr. Barbara Knigge-Demal

Meine berufliche Laufbahn begann am Allgemeinen Krankenhaus in Celle, wo ich als Kinderkrankenschwester und stellvertretende Stationsleiterin fünf Jahre bis einschließlich 1973 arbeitete. Danach schloss sich eine Ausbildung als Erzieherin an.

Meine wissenschaftliche Qualifizierung habe ich mit einem Studium der Sozialarbeit in Frankfurt am Main begonnen, dem sich ein Studium der Psychologie an der TU Darmstadt anschloss. Von 1996 bis 1998 erfolgte ein Promotionsstudium, welches ich 1998 an der Universität Osnabrück im Fachbereich Kultur- und Erziehungswissenschaften abschlossen habe.

An die FH Bielefeld kam ich 1996 als Vertretungsprofessorin. 1999 wurde ich zur Professorin für das Lehrgebiet "Pflegewissenschaft mit dem Schwerpunkt Pflegedidaktik" berufen. Neben der Mitwirkung an dem Aufbau von pflegebezogenen Studiengängen und der Lehre, galt mein besonderes Interesse der anwendungsorientierten Forschung.

Seit dem 1. März 2013 bin ich aus dem regulären Dienst als Professorin ausgeschieden, hatte jedoch noch eine Forschungsprofessur bis Februar 2014 an der FH Bielefeld inne.

Von 2012 bis 2015 war ich als Beauftragte der Hochschule Lausitz mit dem Aufbau gesundheitsbezogener Studiengänge an der BTU Cottbus – Senftenberg betraut.

An der praxisHochschule Rheine habe im Zeitraum von 2015 bis 2017 an der Weiterentwicklung eines primärqualifizierenden Pflegestudiengangs mitgewirkt.

Meine Berufung als Hochschulrätin an der FH Bielefeld endet nach fünf Jahren im Juni dieses Jahres.

Claudia Ball

Claudia Ball hat ihren akademischen Hintergrund in Psychologie und Erziehungswissenschaft und besitzt einen Bachelor-Abschluss in Lehr-, Lern- und Trainingspsychologie und Erziehungswissenschaft sowie einen Master-Abschluss in Bildungsmanagement der Universität Erfurt (DE). Sie begann ihre Karriere in der europäischen Aus- und Weiterbildung 2001 als europäische Freiwillige und kurz darauf als Programmkoordinatorin für europäische Bildungsprojekte bei der European Federation for Intercultural Learning in Brüssel.

Seit 2009 arbeitet Claudia Ball bei der DEKRA Akademie GmbH (DE) als Projektleiterin und Forscherin für europäische Bildungsprojekte und später als Research Managerin. In diesen Positionen leitete sie eine Reihe von europäischen Projekten und setzt derzeit mit ihrem Team mehr als 10 nationale und europäische Forschungs- und Entwicklungsprojekte im Bereich der beruflichen Bildung um. Das sind unter anderem die von DEKRA koordinierten Projekte HCEU (www.project-hceu.eu), EUcareNET (www.eucarenet.eu), FutureDRV (www.project-futuredrv.eu) und LaSiDig (www.projekt-lasidig.info). Alle diese Projekte befassen sich mit der beruflichen Bildung in Deutschland und Europa und wie die Umsetzung von arbeitsbezogenem Lernen und Training in Politik und Praxis weiter verbessert werden kann. Claudia Ball hat ihren Branchenfokus auf Transport / Logistik, beschäftigt sich jedoch im Zusammenhang mit europäischen Transparenzinstrumenten und Instructional Design Fragen auch mit anderen Branchen wie z.B. der Pflege.

Darüber hinaus trägt sie regelmäßig als Referentin auf Konferenzen bei und hat die europäischen Institutionen während ihrer gesamten Laufbahn zu verschiedenen Themen im Zusammenhang mit Bildungsfragen in Europa beraten. Derzeit ist sie als Länderexpertin für Deutschland an der Umsetzung der Aktualisierung des europäischen Inventars zur Validierung non-formalen und informellen Lernens im Jahr 2018 beteiligt. Darüber hinaus ist sie als Lehrbeauftragte an der Technischen Universität Dresden zu Themen der beruflichen Bildung tätig.

Prof. Dr. phil. Änne-Dörte Latteck

 © FH Bielefeld

Prof. Dr. phil. Änne-Dörte Latteck, geb.: 17. April 1970

AKTUELLE TÄTIGKEIT

WISSENSCHAFTLICHE UND BERUFLICHE LAUFBAHN

BERUFLICHE TÄTIGKEIT

Birgit Ratz

Geb. 1960 in Engers/Neuwied, Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin in den Rheinischen Kliniken Bonn mit Weiterbildung zur Fachkrankenschwester für gerontopsychiatrische Pflege. Studium der Pflegewissenschaft an der Katholischen Fachhochschule Köln.

Auslandsaufenthalt in Großbritannien nach der Ausbildung. Seit 1995 in lehrenden und leitenden Funktionen im Gesundheitswesen tätig.
Seit 2010 Bereichsleitung der Ambulanten Pflegedienste des Caritasverbands für die Stadt Bonn e.V..