Forum III

Work-based Learning: Berufliche Kompetenz in Europa und der Welt

Das Konzept des Work-based Learning hat in den letzten Jahren verstärkt Einzug in die Berufsbildungspolitik gehalten. Internationale oder europäische Organisationen erkennen die Notwendigkeit der Berücksichtigung und Gestaltung des Lernens im Arbeitsprozess für die Berufsbildung an. Ausgangspunkt dieser Entwicklung ist die Feststellung, dass die Länder, die über duale Strukturen in der beruflichen Bildung verfügen, besonders erfolgreich bei der Gestaltung des Übergangs von der Schule in die Arbeitswelt und der Integration Heranwachsender in den Arbeitsmarkt sind. Gleichzeitig kann festgehalten werden, dass in einer Vielzahl von Berufsbildungssystemen die beruflichen Schulen – neben der Vermittlung von Fach- und Methodenkompetenzen – zunehmend eine koordinierende Rolle bei der Gestaltung des betrieblichen Lernens einnehmen. Work-based Learning hat sich zudem methodisch und institutionell im Bereich berufsqualifizierender Aus- und Weiterbildungsangebote auf höhere Qualifikationsniveaus weiterentwickelt.

Das Forum zielt darauf ab, die verschiedenen Modelle von Work-based Learning mit Blick auf den Erwerb beruflicher Kompetenzen aus der Perspektive der ausbildenden Unternehmen und der beruflichen Schulen national und international zu diskutieren. Grundlage der Diskussionen sind nationale und internationale Forschungsergebnisse und Praxisbeispiele. Mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern sollen durch die Betrachtung von Gemeinsamkeiten und Unterschieden zwischen den Modellen die Faktoren diskutiert werden, die den Kompetenzerwerb im Rahmen von Work-based Learning fördern.

 

07.06.2018 Themenblock 1:
Vielfalt des Work-based Learning

14:45 Uhr Einführung und Moderation
Birgit Thomann, Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)
15:00 Uhr Integration betrieblichen Lernens in berufliche Bildung in Europa: Modelle, Funktionen und Zielsetzungen
Antonio Ranieri, Europäisches Zentrum für die Förderung der Berufsbildung (Cedefop)
15:40 Uhr Work-based Learning in hochschulischen Studiengängen (im internationalen Kontext)?
Prof. David Boud, Technische Universität, Sydney
16:20 Uhr Fazit der Hauptfragestellungen (Lessons Learnt)
Birgit Thomann, Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)
16:30 Uhr Pause
17:00 Uhr Praxisbeispiele des betrieblichen Lernens in der beruflichen Bildung
Angeliki Filippidou, OAED Berufsschule, Griechenland
Olaf Rossmann, Jugendwerkstatt Felsberg e.V.
Oana Steopan, Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft (bbw) gGmbH
18:00 Uhr Auf dem Weg zu einem Referenz-Modell?
Thomas Mayr, Österreichisches Institut für Bildungsforschung der Wirtschaft (ibw Österreich)
18:30 Uhr Ende des Forums

 

08.06.2018 Themenblock 2:
Bedeutung von beruflicher Kompetenz im Kontext des Work-based Learning

08:30 Uhr Einführung und Moderation
Isabelle Le Mouillour, Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)
08:40 Uhr Herausbildung beruflicher Handlungskompetenz – Zum Stellenwert von Arbeitserfahrung und betrieblichem Lernen
Prof. Dr. Sabine Pfeiffer, Universität Hohenheim
09:20 Uhr Betrieb als Kontext für das Lernen von Berufseinsteigern
Dr. Philipp Grollmann, Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)
Prof. Pilar Pineda-Herrero, Universität Barcelona, Spanien
10:00 Uhr Fazit der Hauptfragestellungen (Lessons Learnt)
Isabelle Le Mouillour, Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)
10:15 Uhr Pause
10:30 Uhr Erfahrungslernen und berufliche Kompetenz
Jürgen Laubersheimer, DB Netz AG
Marcin Napierała, Solaris Bus & Coach SA
Maja Richter, Deutsche Bahn AG
11:15 Uhr Abschlussdiskussion:
Work-based Learning – Herausforderungen und Potenziale
Tatjana Babrauskiene, Verband der Bildungsgewerkschaften in Litauen
Dana-Carmen Bachmann, Europäische Kommission
Dr. Barbara Dorn, Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA)
Prof. Dr. Hubert Ertl, Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)
Prof. Shyamal Majumdar, UNESCO-UNEVOC
Cesare Onestini, Europäische Bildungsstiftung (ETF)

Moderation: Michael Wiechert, Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)

12:15 Uhr Ende des Forums

Olaf Rossmann

Prof. Dr. Sabine Pfeiffer

 

Prof. Dr. Sabine Pfeiffer forscht seit 2018 an ihrem W3-Lehrstuhl für Soziologie (Technik – Arbeit – Gesellschaft) am Nuremberg Campus of Technology der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg zum digitalen Wandel der Arbeit, ein besonderer Schwerpunkt ist Industrie 4.0 und die berufliche Bildung. Nach Ausbildung und Tätigkeit als Werkzeugmacherin schloss sie 1998 ihr Magisterstudium in Soziologie, Philosophie und Psychologie mit Auszeichnung ab. Von 2000 bis 2010 forschte sie im ISF München und promovierte und habilitierte sich in dieser Zeit. 2010 erfolget der Ruf an die Hochschule München (W2), 2014 der an die Universität Hohenheim (W3). Sabine Pfeiffer ist u.a. Mitglied in den wissenschaftlichen Beiräten der Plattform Industrie 4.0 und des BIBB.

Marcin Napierała

Marcin Napierała ist Internal Communication Manager der Solaris Bus & Coach S.A. Er ist für die Mitarbeiter-Informationspolitik der Firma verantwortlich.

Marcin Napierała war für die Einführung der interner Kommunikationsregelungen verantwortlich. Er ist auch aktiv bei Betreuung aller neuer Mitarbeiter. Er Unterstützt die HR-Abteilung beim Programm der Patronatklassen und des Dualem Studium.

2008 begann Napierała seine Tätigkeit für Solaris Bus & Coach im Öffentlichkeitsbereich. Seit 2011 war Napierała verantwortlich für die Einführung Interner Kommunikation im Unternehmen.

Dr. phil. Barbara Dorn

Leiterin der Abteilung Bildung | Berufliche Bildung
der BDA | Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände

Aufgaben: