Berufsbildung 4.0: Aus- und Weiterbildung im digitalen Zeitalter

Forenverantwortlicher: Torben Padur

Die zunehmende Digitalisierung der Arbeitswelt stellt das Berufsbildungssystem vor vielfältige Herausforderungen. Sie wirkt dabei nicht nur verändernd auf Technologien, Produkte, Arbeitsprozesse, Geschäftsmodelle und letztendlich Arbeitsaufgaben der Fachkräfte, sondern trägt auch zu einer Beschleunigung dieser Veränderungen bei. Für die Berufsbildung geht es dabei nicht nur um veränderte Qualifikationsanforderungen und die Weiterentwicklung von Berufen, sondern auch um Zukunftsfragen nach der dann passenden Ausbildungsgestaltung, der Qualifizierung des (Aus-)Bildungspersonals, geeigneten Lehr- und Lernformen, dem Einsatz digitaler Medien, der Modernisierung des Berufskonzepts, dem Verhältnis von Berufsbildung und akademischer Bildung, der Entwicklung des quantitativen Fachkräftebedarfs sowie letztendlich um die künftige Bedeutung einer Berufsbildung 4.0.

Das Forum setzt sich mit der Gestaltung dieses Transformationsprozesses auseinander. Dabei werden Auswirkungen der Digitalisierung auf das (Berufs-)Bildungssystem ebenso diskutiert wie mögliche Optionen zur Attraktivitätssteigerung der beruflichen Bildung. In unterschiedlichen Formaten werden Forschungsergebnisse und konkrete Praxisbeispiele präsentiert und zur Diskussion gestellt.BWP

Themenblock 1: Digitalisierung – Veränderungen im Gesamtsystem

Einführung und Moderation

Dr.-Monika-Hackel, Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)

Berufsbildung 4.0 – Herausforderungen und Perspektiven für die berufliche Bildung von morgen

Prof. Dr. Friedrich Hubert Esser, Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)

Industrie 4.0, Wirtschaft 4.0, Arbeiten 4.0: Berufliche Bildung im 4.0-Zeitalter

Prof. Dr. Karl Wilbers, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Digitalisierung als Garant für nachhaltige Prozesse und Produkte: Kompetenzanforderungen an den Schnittstellen

Bettina Hundt, ChainPoint GmbH

Der europäische Referenzrahmen für digitale Kompetenzen

William O’Keeffe, Europäische Kommission

Themenblock 2: Digitalisierung – Veränderungen auf Ebene von Berufen und Berufsbereichen

Einführung und Moderation

Torben Padur, Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)

Berufsbildung 4.0: Ergebnisse und Kernbotschaften zum veränderten Fachkräftebedarf aus dem Berufescreening

Dr. Gert Zinke, Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)

Aktuelle Entwicklungen in relevanten Berufsfeldern – Impulse für die Zukunft des Berufskonzepts für die Berufe im Öffentlichen Dienst:

Martin Elsner, Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)

Berufliche Handlungsfähigkeit in digitalisierten Arbeitsumgebungen verlangt Prozess- und Systemkompetenz – didaktische Ansätze in der Ausbildung

Prof. Dr. Lars Windelband, Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd

Themenschwerpunkt Berufsbildung 4.0

Die Folgen der rasant zunehmenden Digitalisierung lassen sich nur schwer abschätzen. Wie verändern sich Berufe und welche Kompetenzen werden künftig in der Arbeitswelt 4.0 gebraucht? Zusammen mit Akteuren aus Wirtschaft, Wissenschaft und Bildungspraxis untersucht das BIBB die Folgen der Digitalisierung für die berufliche Bildung.

Initiativen, Erkenntnisse und Perspektiven zur Gestaltung des technologischen Wandels sind Gegenstand dieser Ausgabe, die Ihnen hier zum kostenlosen Download zur Verfügung steht.

Auch interessant: BWP 6/2015 „Lernen für die digitale Wirtschaft“

Prof. Dr. Friedrich Hubert Esser

Prof. Dr. Friedrich Hubert Esser ist seit dem 1. Mai 2011 Präsident des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) in Bonn.

Prof. Dr. Friedrich Hubert Esser, geboren 1959 in Grevenbroich, hat nach einer Ausbildung im Bäckerhandwerk in Grevenbroich sein Abitur über den "zweiten Bildungsweg" am Friedrich-Spee-Kolleg in Neuss gemacht. Anschließend studierte er von 1983 bis 1989 zunächst Wirtschaftswissenschaften an der Technischen Universität Braunschweig und dann Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftspädagogik an der Universität zu Köln.

Seinen beruflichen Werdegang startete Prof. Esser 1989 mit einer Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozialpädagogik an der Universität zu Köln.

Zwei Jahre später wechselte der verheiratete zweifache Familienvater zum Forschungsinstitut für Berufsbildung im Handwerk an der Universität zu Köln (FBH), wo er 13 Jahre lang in unterschiedlichen Funktionen tätig war: zunächst als wissenschaftlicher Mitarbeiter, ab 1998 als Geschäftsführer und schließlich ab 2003 als stellvertretender Direktor.

Am 1. November 2004 übernahm Prof. Esser die Leitung der Abteilung "Berufliche Bildung" beim Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) in Berlin, wo er bis zur Übernahme des Amtes als BIBB-Präsident tätig war.

Weitere Informationen zur Biographie von Herrn Prof. Esser finden Sie im BIBB-Internetangebot: https://www.bibb.de/praesident

Prof. Dr. Karl Wilbers

 © Universität Erlangen-Nürnberg

Karl Wilbers (Jahrgang 1964) studierte an der Universität Köln Wirtschaftspädagogik, mit den Schwerpunkten Industriebetriebslehre und Organisationslehre. Zunächst war er am Forschungsinstitut für Berufsbildung im Handwerk an der Universität Köln tätig, anschließend am Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozialpädagogik. Nach seiner Tätigkeit an der Universität Köln wechselte Karl Wilbers nach St. Gallen, Schweiz. Dort arbeitete er zunächst als Nachwuchsdozent für Educational Management/Wirtschaftspädagogik und später als Projektleiter. In St. Gallen habilitierte er und wurde zum Assistenz- Professor ernannt. Seit 2006 ist Prof. Wilbers Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschaftspädagogik und Personalentwicklung an der Universität Erlangen-Nürnberg.

Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören die Personal sowie die Professionsentwicklung, Didaktik und E-Learning sowie Qualitätsmanagement und Hochschulentwicklung.

Bettina Hundt

 © Bettina Hundt

01/2015 - heute
Consultant/ Projektmanagerin
Chainpoint GmbH
www.chainpoint.com

2012 – heute
Clustermanagement Bonn.realis e.V.
www.bonnrealis.de

2011 - 2014
Projektmanagerin GIQS e.V.
www.giqs.org

2008 - 2009
Referentin Qualitätsmanagement Deutscher Fruchthandelsverband e.V.
www.dfhv.de

2007 - 2008
Projektmanagement QM
Veterinäramt Karlsruhe

2006 - 2007
Leitung Qualitätssicherung
TMF Food Industries GmbH & Co. KG / Iceline GmbH, Karlsruhe

2003 - 2006
Assistentin QM
Barfuss GmbH / Westfleisch eG, Oer-Erkenschwick www.westfleisch.de

1998 - 2003
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universtiät Bonn
Ernährungs- und Haushaltswissenschaften, Dipl. oec. troph.

1983-1997
Deutsche Schule Montevideo Allg. Hochschulreife

10.10.1978
Geboren in Montevideo, Uruguay

Torben Padur

 © BIBB

Torben Padur leitet seit April 2015 den Arbeitsbereich „Gewerblich-technische Berufe“ im Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) . Darüber hinaus ist er Projektleiter für das Thema „Berufsbildung 4.0“ und die damit verbundenen Initiativen des BIBB im Kontext der zunehmenden Digitalisierung der Arbeitswelt. Als Diplom-Berufspädagoge hat er zunächst im betrieblichen Bildungswesen der Daimler AG im Werk Kassel gearbeitet, bevor er dann im Mai 2008 ins Bundesinstitut für Berufsbildung gewechselt ist. Dort war er für die Neuordnung der Aus- und Fortbildungsberufe im Metallbereich sowie im Baubereich zuständig. Während dieser Zeit hat er sich auch intensiv mit der Entwicklung kompetenzbasierter Ordnungsmittel im Kontext der Umsetzung des Deutschen Qualifikationsrahmens beschäftigt.

Dr. Gert Zinke

 © BIBB

Abteilung: Struktur und Ordnung der Berufsbildung
Arbeitsbereich: Elektro-, IT- und naturwissenschaftliche Berufe

Forschungsthemen / Arbeitsschwerpunkte

Beruflicher Werdegang

Martin Elsner

Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Abteilung: Struktur und Ordnung der Berufsbildung
Arbeitsbereich: Kaufmännische Berufe, Berufe der Medienwirtschaft und Logistik

Forschungsthemen / Arbeitsschwerpunkte:

Prof. Dr. Lars Windelband

 © Privat

Prof. Dr. Lars Windelband ist Professor für Technik und ihre Didaktik sowie Institutsleiter am Institut für Bildung, Beruf und Technik der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd. Einer seiner berufswissenschaftlichen Forschungsschwerpunkte sind Veränderungen der Mensch-Maschine-Schnittstelle durch neue Technologien und deren Konsequenzen für berufliche Bildung.