Forum IV

Schule und dann: Duale Berufsausbildung zwischen Wunsch und Wirklichkeit

Die Frage nach der „Attraktivität der Berufsausbildung“ wird seit mehr als 25 Jahren gestellt. Eine Antwort scheint bis heute nicht gefunden. Die öffentliche Diskussion beleuchtet unterschiedliche Aspekte: Wie attraktiv ist eine Berufsausbildung und für wen? Warum begeistern sich immer weniger junge Menschen für eine Berufsausbildung? Wie finden Betriebe genügend Nachwuchs- und Fachkräfte? Und: Wie kann die Leistungsfähigkeit einer Berufsausbildung als tragende Säule des deutschen Wirtschaftssystems insgesamt gestärkt werden? Diese und weitere Fragen werden aus verschiedenen Perspektiven diskutiert.

Ausgehend von den Vorstellungen, die junge Menschen mit dem Erwachsenwerden verbinden, stehen die Erwartungen Jugendlicher an eine Berufsausbildung im Mittelpunkt des ersten Tages. Am zweiten Tag geht es vor allem um die Bedeutung der Berufsausbildung zur Sicherung des Fachkräftebedarfs. In der abschließenden Diskussion soll die Frage aufgegriffen werden, wie die Attraktivität einer Berufsausbildung gesteigert werden kann.

 

07.06.2018 Themenblock 1:
Junge Menschen auf dem Weg in die Berufsausbildung

14:45 Uhr Einstimmung
Kommentare von Jugendlichen zur Ausbildung
15:00 Uhr Einführung und Moderation
Prof. Dr. Elisabeth M. Krekel, Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)
15:10 Uhr Die Vorstellungen/Erwartungen der Jugendlichen
Prof. Dr. Birgit Reißig, Deutsches Jugendinstitut e.V. (DJI)
15:50 Uhr Wie schätzen Jugendliche ihre Chancen auf eine Ausbildung ein?
Dr. Verena Eberhard, Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)
16:30 Uhr Pause
17:00 Uhr Gewinnung von Studienberechtigten
Kim-Maureen Wiesner, Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)
17:40 Uhr Berufsausbildung: Blicke aus europäischer Sicht
Leonie Koch, Heraeus Holding GmbH
Doris Lenhart, Heraeus Holding GmbH
Dr. Miriam Shergold, hotelleriesuisse, Schweiz
18:25 Uhr Zusammenfassung des ersten Tages
Dr. Friedel Schier, Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)
18:30 Uhr Ende des Forums

 

08.06.2018 Themenblock 2:
Zur Bedeutung der dualen Berufsausbildung

08:30 Uhr Einführung und Moderation
Dr. Friedel Schier, Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)
08:35 Uhr Berufliche Orientierung und Berufsberatung heute: Herausforderungen in Zeiten gesellschaftlichen Wandels und tiefgreifender Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt
Dorothea Engelmann, Bundesagentur für Arbeit (BA)
09:15 Uhr Ausbildungspartnerschaften als Ansatz zur Steigerung der Ausbildungsattraktivität
Dr. Margit Ebbinghaus, Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)
9:55 Uhr Konkurrenz der Bildungsabschlüsse: Bachelor oder Meister?
Tobias Maier, Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)
10:15 Uhr Pause
10:50 Uhr Abschlussdiskussion:
Steigerung der Attraktivität: eine Aufgabe für viele!?
Angelika Block-Meyer, Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Manuela Conte, Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB)
Petra Jendrich, Kultusministerkonferenz (KMK)
Rose Köpf-Schuler, Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg
Dr. Hans-Jürgen Metternich, Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA)

Moderation: Prof. Dr. Elisabeth M. Krekel, Bundesinstitutfür Berufsbildung (BIBB)

12:15 Uhr Ende des Forums

Prof. Dr. phil. Birgit Reißig

Birgit Reißig, geboren 1967, hat an der Universität Leipzig Soziologie und Philosophie studiert und promovierte dort im Jahr 2008 Seit 2016 ist sie Honorarprofessorin an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur.

Seit 2000 arbeitet die am Deutschen Jugendinstitut an der Außenstelle Halle, die sie seit 2012 leitet. Zugleich ist sie Leiterin des Forschungsschwerpunkts „Übergänge im Jugendalter“. In diesem Zusammenhang leitet und leitete sie eine Reihe von Projekten, die sich mit Übergangsprozessen junger Menschen auseinandersetzen – z.B. „Die Bewältigung des Übergangs Schule – Berufsausbildung“, „Längsschnittstudien als Grundlage für regionales Übergangsmanagement“ sowie Modellprogramme von Bundesministerien zur sozialen und beruflichen Integration Jugendlicher. Schwerpunkte ihrer Forschung liegen darüber hinaus in der Bildungsforschung, in der Erforschung von Copingstrategien beim Übergang Schule – Beruf oder der Erfassung von sozialen Exklusionsprozessen im jungen Erwachsenenalter sowie im Bereich des kommunalen Bildungsmanagements.

Doris Lenhart

Referentin Aus- und Weiterbildung
Koordinatorin Auslandsprogramme
Heraeus Holding GmbH, Hanau

Projektverantwortliche für „Erasmus+“ und „Ausbildung weltweit“
Lernbegleiterin für Kaufmännische Ausbildungsberufe
Qualifizierung von Ausbildungsbeauftragten im Unternehmen

Dr. Miriam Shergold

 © Oliver Shergold

Dr. Miriam Shergold, Projektleiterin Bildungspolitik, hotelleriesuisse

Als Zuständige für Bildungspolitik beim Branchenverband hotelleriesuisse widmet sich Dr. Miriam Shergold der Aufgabe, bestmögliche Rahmenbedingungen für die Bildung in der schweizerischen Hotellerie zu schaffen. Dazu gehört insbesondere, die Perspektive und Bedürfnisse der Branche in die Entscheidungsprozesse der Bundesversammlung, Verwaltung und anderer Institutionen im Bereich von (Berufs-)Bildung und Forschung einzubringen. hotelleriesuisse pflegt ein umfassendes Bildungsportfolio, das von Basisqualifikationen, u.a. für Flüchtlinge, über die berufliche Grundbildung bis hin zur Höheren Berufsbildung, Fachhochschule und diversen Weiterbildungen reicht.

Dr. Miriam Shergold ist Präsidentin der Eidgenössischen Kommission für höhere Fachschulen, welche Gesuche um staatliche Anerkennung von Bildungsgängen und Nachdiplomstudien begutachtet und das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation in Grundsatzfragen rund um die höheren Fachschulen berät. Als Mitglied der Berufsbildungskommissionen des Schweizerischen Arbeitgeberverbandes sowie des Schweizerischen Gewerbeverbandes leistet sie einen Beitrag dazu, dass Bund, Kantone und Wirtschaft in der Berufsbildung immer wieder tragfähige gemeinsame Lösungen austarieren.

In früheren Tätigkeiten arbeitete sie beim Schweizerischen Bundesarchiv, dem Think Tank RAND Europe und dem britischen Hochschulverband Universities UK. Sie studierte Geschichte und Französisch an den Universitäten Bonn und Caen und erwarb einen Master of Philosophy sowie ein Doktorat an der Universität Cambridge.

Angelika Block-Meyer

 © Privateigentum

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Leiterin des Referates „Ordnung und Qualitätssicherung der beruf-lichen Bildung“